Umso wichtiger ist es, einen stabilen Versandkarton mit geeigneten Schutz- und Füllmaterialien zu kombinieren. Welche Lösung die richtige ist, hängt vor allem von Gewicht, Größe, Form und Empfindlichkeit der verschickten Ware ab.
Warum sind Schutzmaterialien beim Versand so wichtig?
Ein stabiler Karton bildet die äußere Schutzschicht einer Sendung, kann jedoch nicht jede Belastung auffangen. Befindet sich im Inneren zu viel freier Raum, können Produkte während des Transports verrutschen und gegen die Wände der Verpackung schlagen. Werden mehrere Artikel gemeinsam verschickt, besteht außerdem die Gefahr, dass sie miteinander in Kontakt kommen.
Geeignete Schutzmaterialien erfüllen deshalb mehrere Aufgaben: Sie füllen Hohlräume aus, stabilisieren die Ware, polstern empfindliche Oberflächen und können einen Teil der bei Stößen entstehenden Belastungen abfangen.
Das Schutzmaterial an das Produkt anpassen
Bei der Auswahl sollte zunächst die Beschaffenheit des Produkts berücksichtigt werden. Robuste Waren benötigen häufig lediglich eine zuverlässige Fixierung im Karton. Zerbrechliche, empfindliche oder hochwertige Artikel können dagegen eine zusätzliche Polsterung benötigen.
Vor dem Verpacken lohnt es sich, folgende Faktoren zu prüfen:
- Gewicht und Abmessungen des Produkts,
- Empfindlichkeit gegenüber Stößen und Druck,
- Form und Beschaffenheit der Oberfläche,
- Anzahl der Artikel innerhalb eines Pakets,
- Größe der vorhandenen Hohlräume,
- voraussichtliche Belastungen während des Transports.
Verpackungschips zum Ausfüllen von Hohlräumen
Wenn zwischen Produkt und Karton größere freie Bereiche entstehen, können verpackungschips rosa zum Ausfüllen der Hohlräume eingesetzt werden. Durch ihre Form verteilen sich Verpackungschips auch rund um unregelmäßig geformte Gegenstände und helfen dabei, Bewegungen innerhalb des Pakets zu begrenzen.
Diese Art von Füllmaterial eignet sich insbesondere für Sendungen, bei denen der Karton nicht exakt an die Form der Ware angepasst werden kann. Die Chips können sowohl unter als auch neben und über dem Produkt verteilt werden, sodass ein möglichst gleichmäßiger Schutz entsteht.
Schaumverpackung für empfindliche Produkte
Bei zerbrechlichen oder besonders schutzbedürftigen Artikeln kann eine stärkere Polsterung sinnvoll sein. Eine schaumverpackung kann sich an die Form des Produkts anpassen und dazu beitragen, dieses innerhalb des Versandkartons zu stabilisieren.
Solche Lösungen kommen beispielsweise bei empfindlichen technischen Geräten, Bauteilen, Glasprodukten oder Waren mit unregelmäßiger Form infrage. Entscheidend ist, dass die Polsterung so eingesetzt wird, dass das Produkt ausreichend geschützt ist und möglichst wenig Bewegungsfreiheit besitzt.
Füllmaterial oder Polstermaterial – wo liegt der Unterschied?
Obwohl beide Begriffe häufig gemeinsam verwendet werden, erfüllen Füll- und Polstermaterialien teilweise unterschiedliche Aufgaben. Füllmaterial wird vor allem eingesetzt, um freie Bereiche im Karton zu reduzieren. Polstermaterial soll dagegen empfindliche Produkte zusätzlich vor mechanischen Belastungen schützen.
In der Praxis lassen sich beide Funktionen miteinander kombinieren. Ein empfindlicher Artikel kann zunächst separat gepolstert werden. Anschließend werden die verbleibenden Hohlräume ausgefüllt, damit sich das geschützte Produkt nicht im Karton bewegen kann.
Die richtige Kartongröße reduziert den Materialverbrauch
Auch das beste Schutzmaterial kann einen ungeeigneten Versandkarton nicht vollständig ausgleichen. Ist die Verpackung deutlich größer als das Produkt, wird unnötig viel Füllmaterial benötigt. Ein zu kleiner Karton bietet dagegen möglicherweise nicht genügend Platz für eine ausreichende Polsterschicht.
Optimal ist eine Kartongröße, die genügend Raum für das benötigte Schutzmaterial bietet, ohne übermäßig große Hohlräume entstehen zu lassen. Unternehmen mit unterschiedlichen Produkten können deshalb von mehreren standardisierten Kartongrößen profitieren.
Mehrere Produkte in einem Paket sicher verpacken
Besondere Aufmerksamkeit ist erforderlich, wenn mehrere Artikel gemeinsam versendet werden. Schwere Waren sollten möglichst nicht direkt auf empfindlichen Produkten liegen. Zerbrechliche Gegenstände sollten außerdem voneinander getrennt werden, damit sie während des Transports nicht gegeneinander schlagen.
Bei einer gemischten Bestellung kann es sinnvoll sein, einzelne Artikel separat zu polstern und anschließend den verbleibenden Raum mit zusätzlichem Füllmaterial zu stabilisieren.
Typische Fehler beim Verpacken vermeiden
Viele Transportschäden entstehen nicht durch fehlendes Verpackungsmaterial, sondern durch dessen falschen Einsatz. Zu den häufigsten Fehlern gehören:
- ein deutlich zu großer Versandkarton,
- nicht vollständig ausgefüllte Hohlräume,
- direkter Kontakt zwischen empfindlichen Produkten,
- zu wenig Polsterung an Ecken und Kanten,
- ungeeignetes Schutzmaterial für schwere Waren,
- unzureichender Verschluss des Versandkartons.
Nach dem Verpacken kann vorsichtig geprüft werden, ob sich die Ware im geschlossenen Karton noch deutlich bewegt. Ist dies der Fall, sollte die Positionierung oder Menge des Schutzmaterials angepasst werden.
Effiziente Verpackungsprozesse im Onlinehandel
Für Onlineshops zählt neben dem Produktschutz auch die Geschwindigkeit der Versandvorbereitung. Verpackungsstationen sollten deshalb mit häufig benötigten Kartons, Füllmaterialien und weiteren Versandmitteln ausgestattet sein. Klare Vorgaben für verschiedene Produktgruppen können Mitarbeitern helfen, schnell das passende Verpackungsmaterial auszuwählen.
Ein standardisierter Verpackungsprozess kann gleichzeitig dazu beitragen, den Materialverbrauch besser zu kontrollieren. Statt grundsätzlich große Mengen an Füllmaterial einzusetzen, wird die Verpackung gezielt an die jeweilige Bestellung angepasst.