Inhaltsverzeichnis:
- Luftmassengrenze über Berlin und Brandenburg
- Gefahren für Verkehr und Infrastruktur
- Regen zieht Richtung Ostsee ab
- Niederschlagsprognose im Überblick
Luftmassengrenze über Berlin und Brandenburg
Eine sogenannte Luftmassengrenze hat sich über der Region aufgebaut. Sie trennt heiße, feuchte Luftmassen aus Osteuropa von kühler, ebenfalls feuchter Luft aus Westeuropa. Diese meteorologische Konstellation führt zu intensiven Niederschlägen und Gewitterbildung. Die Folge sind ergiebige Regenfälle, die sich bereits am Montagnachmittag entwickeln sollen.
Laut Meteorologin Cathleen Hickmann vom Deutschen Wetterdienst kann es ab etwa 14 Uhr zu Starkregen kommen. Besonders betroffen sind Gebiete von der Niederlausitz über Berlin bis zur Uckermark. Dort können 30 bis 40 Liter pro Quadratmeter innerhalb von nur sechs Stunden fallen. Sollte es zu Gewittern kommen, könnten die Mengen lokal auf bis zu 70 oder sogar 80 Liter ansteigen.
Brandenburg wird nach aktuellen Prognosen großflächig von den Niederschlägen erfasst. Je weiter nördlich, desto intensiver die Regenfälle. Trotzdem könnten die sandigen Böden der Region einen Vorteil darstellen, da sie größere Wassermengen aufnehmen und schneller ableiten können.
Gefahren für Verkehr und Infrastruktur
Die intensiven Regenfälle bringen erhebliche Risiken mit sich. Der Deutsche Wetterdienst warnt vor:
- Überflutungen von Straßen, Unterführungen und Kellern
- Aquaplaning auf Land- und Bundesstraßen
- Möglichen Erdrutschen in Hanglagen
- Gefährdung durch umstürzende Bäume und herabfallende Äste
Die Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg kündigte bereits mögliche Sperrungen von Parkanlagen an. Grund sind Astabbrüche oder entwurzelte Bäume durch Sturm- und Gewitterböen. Besucher werden gebeten, Warnhinweise ernst zu nehmen und betroffene Anlagen möglichst zu meiden.
Auch Autofahrer sollten wachsam sein. Bei Starkregen kann es zu plötzlichem Wassereinbruch in tiefergelegene Fahrbahnen kommen. In kleinen und mittleren Flüssen wird mit lokalen Hochwasserlagen gerechnet. Im Notfall rät der Wetterdienst dazu, gefährdete Keller umgehend zu verlassen.
Regen zieht Richtung Ostsee ab
Der Regen wird nach Prognosen in der Nacht zum Dienstag in Richtung Ostsee abziehen. Danach bleibt das Wetter unbeständig mit weiteren Schauern und vereinzelten Gewittern, jedoch ohne akute Unwettergefahr. Für Süddeutschland waren bereits am Wochenende ähnliche Lagen beobachtet worden. Im Allgäu fielen Hagelkörner in der Größe von Ein-Euro-Münzen, Straßen wurden überflutet.
Der Juli zeigt sich in vielen Regionen deutlich nasser als üblich. Bereits vor gut einer Woche sorgten ausgiebige Regenfälle für überdurchschnittliche Monatswerte. In Berlin und Brandenburg ist das Monatssoll vielerorts bereits überschritten. Der Juli dürfte somit als einer der regenreicheren Monate in die Statistik eingehen.
Niederschlagsprognose im Überblick
| Region | Erwartete Regenmenge (max.) | Zeitraum |
|---|---|---|
| Berlin | 50–70 Liter/m² | Montag 14–20 Uhr |
| Brandenburg Nord | bis 80 Liter/m² | Montag bis Dienstag |
| Niederlausitz | 30–50 Liter/m² | Montag Nachmittag |
| Uckermark | 40–60 Liter/m² | Montag Abend |
| Süddeutschland (Allgäu) | lokale Hagelereignisse | bereits erfolgt |
Die Kombination aus Starkregen, möglichem Gewitter und bereits gesättigten Böden erhöht die Gefahr von Überflutungen erheblich. Wetterdienste und Behörden raten zur Vorsicht und empfehlen, aktuelle Warnungen regelmäßig zu prüfen.
Quelle: RBB24