Inhaltsverzeichnis:
- Kindergeld und Mindestlohn Deutschland
- Grundsicherung Friedrich Merz Deutschland
- Rentenanpassung und Aktivrente
- Steuern und Krankenversicherung 2026
- Mehrwertsteuer Gastronomie EU
- Verbraucherschutz EU-Recht
- PFAS und Bleileitungen EU
- Gesundheit und Prävention
- Deutschlandticket und S-Bahn Berlin
- Mobilität und CO₂-Preis
- Weitere Regelungen 2026
Kindergeld und Mindestlohn Deutschland
Ab dem 1. Januar 2026 steigt das Kindergeld um 4 Euro auf 259 Euro pro Kind. Der Kinderfreibetrag erhöht sich um 156 Euro auf 6.828 Euro. Der Betreuungsfreibetrag bleibt bei 2.928 Euro. Diese Anpassungen gehen auf Beschlüsse der früheren Ampel-Bundesregierung zurück.
Der gesetzliche Mindestlohn steigt von 12,82 Euro auf 13,90 Euro brutto pro Stunde. Die Minijob-Grenze wird parallel von 556 Euro auf 603 Euro monatlich angehoben. Dadurch dürfen Minijobber mehr verdienen, ohne sozialversicherungspflichtig zu werden.
| Regelung | Wert 2025 | Wert 2026 |
|---|---|---|
| Kindergeld | 255 € | 259 € |
| Mindestlohn | 12,82 € | 13,90 € |
| Minijob-Grenze | 556 € | 603 € |
Grundsicherung Friedrich Merz Deutschland
Das Bürgergeld wird durch eine neue Grundsicherung ersetzt. Das Kabinett unter Bundeskanzler Friedrich Merz beschloss dies im Dezember. Rund 5,5 Millionen Menschen sind betroffen. Bei drei versäumten Terminen dürfen Jobcenter Zahlungen einstellen. Auch die Übernahme der Wohnkosten kann entfallen. Die Umstellung beginnt schrittweise ab Sommer 2026.
Rentenanpassung und Aktivrente
Zum 1. Juli 2026 sollen die Renten um geschätzt 3,7 Prozent steigen. Der genaue Wert wird im Frühjahr festgelegt. 2025 lag die Anpassung bei 3,74 Prozent.
Mit der neuen Aktivrente sollen Babyboomer länger im Arbeitsmarkt bleiben. Nach Erreichen des Regelrenteneintrittsalters sind bis zu 2.000 Euro monatlich steuerfrei möglich. Darüber hinausgehende Einkommen werden versteuert. Arbeitgeber zahlen weiter Sozialabgaben. Ausgenommen sind Selbstständige, Beamte, Minijobber sowie Land- und Forstwirte. Das Renteneintrittsalter steigt für den Jahrgang 1964 auf 67 Jahre.
Steuern und Krankenversicherung 2026
- Der Zusatzbeitrag der gesetzlichen Krankenversicherung steigt auf durchschnittlich 2,9 Prozent
- Der Grundfreibetrag für Alleinstehende wird erhöht
- Der Spitzensteuersatz gilt ab 69.879 Euro Jahreseinkommen
- Beiträge zur Rürup-Rente sind vollständig absetzbar
- Die Gasspeicherumlage entfällt vollständig
Parallel dazu bleibt der Verbraucherschutz bei Energiepreisen ein zentrales Thema, wie auch die Klage gegen Gasag zeigt.
Mehrwertsteuer Gastronomie EU
Ab dem 1. Januar 2026 gilt ein einheitlicher Mehrwertsteuersatz von 7 Prozent auf Speisen. Dies betrifft Restaurants, Catering, Schul- und Kita-Essen sowie Lebensmittel. Getränke bleiben ausgenommen.
Verbraucherschutz EU-Recht
Der Schutz für Konsumenten wird ausgeweitet. Bis Juli wird das EU-weite Recht auf Reparatur in nationales Recht umgesetzt. Hersteller müssen mindestens 7 Jahre Ersatzteile vorhalten.
PFAS und Bleileitungen EU
Ab dem 12. Januar gelten EU-weit einheitliche Grenzwerte für PFAS im Trinkwasser. Ein vollständiges Verbot wird bis Ende 2026 erwartet. Ebenfalls gilt ab diesem Datum ein Verbot von Trinkwasserleitungen aus Blei.
Gesundheit und Prävention
- Digitale Gesundheitskarte per Smartphone möglich
- Strengerer Nutri-Score bleibt freiwillig
- Lungenkrebs-Vorsorge wird ab April 2026 Kassenleistung
Deutschlandticket und S-Bahn Berlin
Das Deutschlandticket kostet ab Januar 63 Euro pro Monat. Ende März 2026 startet die neue S-Bahn-Linie S15.
Mobilität und CO₂-Preis
Der CO₂-Preis steigt erneut. Zusätzlich gilt der verpflichtende Führerscheinumtausch, weitere Informationen hier.
Weitere Regelungen 2026
| Bereich | Änderung |
|---|---|
| Mietrecht | Mietpreisbremse in Brandenburg ausgeweitet |
| Lachgas | Verkaufsverbot an Minderjährige |
| Online-Handel | Widerruf per Button |
| Honig | Herkunftskennzeichnung mit Prozentangaben |
2026 bringt damit spürbare Veränderungen für Alltag, Finanzen und Mobilität.
Quelle: RBB24, SN2 WORLD
FAQ
Wann treten die neuen Gesetze 2026 in Kraft?
Die meisten gesetzlichen Änderungen gelten ab dem 1. Januar 2026. Einige Regelungen werden schrittweise im Laufe des Jahres umgesetzt.
Wie hoch ist das Kindergeld ab 2026?
Ab dem 1. Januar 2026 beträgt das Kindergeld 259 Euro pro Kind. Das entspricht einer Erhöhung um 4 Euro.
Wie verändert sich der Mindestlohn im Jahr 2026?
Der gesetzliche Mindestlohn steigt ab Januar 2026 von 12,82 Euro auf 13,90 Euro brutto pro Stunde.
Was ersetzt das Bürgergeld ab 2026?
Das Bürgergeld wird durch eine neue Grundsicherung ersetzt. Die Umstellung beginnt ab Sommer 2026 und betrifft rund 5,5 Millionen Menschen.
Wie stark steigen die Renten im Jahr 2026?
Nach aktuellen Schätzungen sollen die Renten zum 1. Juli 2026 um etwa 3,7 Prozent steigen. Der genaue Wert wird im Frühjahr festgelegt.
Was ist die Aktivrente?
Die Aktivrente ermöglicht es Rentnerinnen und Rentnern, nach Erreichen des Regelrenteneintrittsalters bis zu 2.000 Euro monatlich steuerfrei dazuzuverdienen.
Welche steuerlichen Änderungen gelten 2026?
Unter anderem steigt der Grundfreibetrag, der Spitzensteuersatz greift ab 69.879 Euro und Beiträge zur Rürup-Rente sind vollständig steuerlich absetzbar.
Wie hoch ist die Mehrwertsteuer auf Speisen ab 2026?
Ab dem 1. Januar 2026 gilt ein einheitlicher Mehrwertsteuersatz von 7 Prozent auf Speisen, unabhängig vom Ort des Verzehrs. Getränke sind ausgenommen.
Was ändert sich beim Verbraucherschutz in der EU?
Hersteller müssen künftig mindestens sieben Jahre Ersatzteile vorhalten. Zudem werden Gewährleistungsangaben transparenter und die Produkthaftung auf Software ausgeweitet.
Was gilt ab 2026 für PFAS im Trinkwasser?
Ab dem 12. Januar 2026 gelten EU-weit einheitliche Grenzwerte für PFAS im Trinkwasser. Ein vollständiges Verbot wird bis Ende 2026 erwartet.
Wie teuer ist das Deutschlandticket 2026?
Das Deutschlandticket kostet ab dem 1. Januar 2026 monatlich 63 Euro.
Welche Änderungen gibt es beim Führerschein?
Personen mit Führerscheinen aus den Jahren 1999 bis 2001 müssen ihren Führerschein bis spätestens 19. Januar 2026 umtauschen. Zusätzlich ist ein digitaler Führerschein geplant.
Bleiben Elektroautos steuerfrei?
Reine Elektroautos, die bis zum 31. Dezember 2030 erstmals zugelassen werden, bleiben bis maximal Ende 2035 von der Kfz-Steuer befreit.