Montag, 11 August 2025 15:23

Messerangriff auf Großmutter in Berlin

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Tatort im Berliner Stadtteil Marzahn Tatort im Berliner Stadtteil Marzahn pixabay/Foto illustrativ

Eine 76-jährige Frau ist in ihrer Wohnung im Berliner Stadtteil Marzahn lebensgefährlich verletzt worden. Ihr 29-jähriger Enkel steht nun vor dem Landgericht, weil er sie mehrfach mit einem Küchenmesser attackiert haben soll. Die Staatsanwaltschaft fordert seine unbefristete Unterbringung in einem psychiatrischen Krankenhaus.

Inhaltsverzeichnis:

Angriff in Marzahn

Am 6. Januar 2025, gegen Mittag, besuchte der Enkel seine Großmutter. Sie stand am Herd und bereitete Schnitzel mit Pommes Frites zu. Laut Anklage griff er plötzlich zu einem Küchenmesser und stach mehrfach auf Kopf, Hals und Oberkörper der Frau ein. Die 17 Zentimeter lange Klinge brach im Bauch der Seniorin ab. Um zu überleben, stellte sie sich tot.

Notruf und Festnahme

Kurz nach der Tat ging bei der Polizei ein Anruf ein. Der Mann gab sich unter falschem Namen aus und erklärte, er müsse einen Mord gestehen. Wenige Minuten später trafen Beamte im Treppenhaus auf den Verdächtigen. Die Frau wurde sofort in ein Krankenhaus gebracht und notoperiert. Sie berichtete der Polizei, ihr Enkel sei plötzlich ausgerastet.

Psychischer Zustand des Angeklagten

Der Beschuldigte befindet sich derzeit im Krankenhaus des Maßregelvollzugs. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft leidet er an einer schweren psychischen Erkrankung und war zum Tatzeitpunkt nicht schuldfähig. Ein erster Prozessbeginn vor drei Monaten musste wegen Krankheit eines Beteiligten abgebrochen werden.

Fortsetzung des Verfahrens

Der Verteidiger erklärte, das Motiv sei unklar. Die Großmutter habe ihn regelmäßig besucht und ihm in schwierigen Lebenslagen geholfen. Zuletzt lebte der 29-Jährige in einer Einrichtung zur Vermeidung von Wohnungslosigkeit. Die Fortsetzung des Prozesses ist für den 13. August angesetzt.

Quelle: RBB24, www.on-the-top.net/de/