Montag, 17 November 2025 12:46

Höhere Strafen in Berlin

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Strengere Regeln gegen illegale Müllentsorgung in Berlin Strengere Regeln gegen illegale Müllentsorgung in Berlin Foto: Pixabay/Pixabay-Lizenz

Der neue Bußgeldkatalog in Berlin sorgt für deutlich strengere Regeln beim Umgang mit Abfällen. Viele Verstöße werden jetzt teurer. Die maximalen Bußgelder erreichen bis zu 100000 Euro und betreffen zahlreiche Müllarten. Die Entscheidung des Senats wurde am 4. November getroffen und im Amtsblatt veröffentlicht. Einige Entwicklungen lassen sich einordnen, wenn man sie mit anderen Maßnahmen in der Hauptstadt vergleicht, etwa den laufenden Umweltprojekten wie mehr Grünflächen in Berlin.

Inhaltsverzeichnis:

Zigarettenkippen und Verpackungen

Im Mittelpunkt stehen stark belastende Stoffe. Für weggeworfene Zigarettenkippen stieg das Bußgeld von 80 bis 120 Euro auf 250 bis 3000 Euro. Alternativ bleibt das Verwarngeld von 55 Euro möglich.

Kurze Übersicht wichtiger Änderungen

  • Plastiktüten
  • Einwegbecher
  • Trinkpäckchen
  • Kaugummi

Dafür zahlen Betroffene 55 Euro Verwarngeld oder 250 bis 500 Euro Bußgeld. Bei größeren Mengen steigt der Betrag auf bis zu 5000 Euro. Auch Glas, Scherben oder Metallreste werden nun härter geahndet. Die Strafen reichen von 250 bis 800 Euro und lagen vorher bei mindestens 75 Euro.

Kleine Abfälle und Hundekot

Zigarettenschachteln, Papier, Taschentücher oder Obstschalen gelten als leichte Verschmutzungen. Die Verwarnungen liegen bei 30 bis 40 Euro, das Bußgeld bei 50 bis 100 Euro. Für Hundekot werden 55 Euro Verwarngeld oder 100 bis 350 Euro Bußgeld erhoben. Fehlen Hilfsmittel wie Tüten, fallen 35 Euro Verwarngeld oder 60 bis 250 Euro Bußgeld an.

Eine Besonderheit betrifft die im Straßenraum abgestellten «Zu verschenken»-Kisten. Sie gelten weiterhin als Ordnungswidrigkeit. Die Behörden entscheiden im Einzelfall nach Ermessen.

Sperrmüll und größere Gegenstände

Für Matratzen oder Gegenstände wie Koffer, Kinderwagen, Stühle oder Kisten verdoppelte sich die Strafe auf 300 bis 1500 Euro. Mehrere Stücke oder große Objekte wie Badewannen oder Bettgestelle können 1500 bis 4000 Euro kosten. Bei großen Mengen steigt die Summe auf bis zu 11000 Euro.

Bei Elektrogeräten und schadstoffhaltigem Sperrmüll liegen die Bußgelder zwischen 1000 und 15000 Euro. Dazu zählen Handys, Fernseher, Radios, Boiler, Waschmaschinen oder Klimaanlagen. Der Vergleich zu offiziellen Entsorgungsstellen zeigt, wie groß die Differenz ist. Ein ähnlicher Überblick ist aus anderen Bereichen bekannt, etwa aus Meldungen über Infrastrukturmaßnahmen in Berlin.

Fahrzeuge, Reifen und Bauabfälle

Bei Altreifen beginnt die Strafe bei 700 Euro pro Reifen, wenn es bis zu fünf Stück sind. Bei größeren Mengen können bis zu 20000 Euro fällig werden. Offiziell abgegeben kosten sie dagegen nur 3 bis 8 Euro.

Illegal entsorgte Fahrzeuge sind ebenfalls teurer:

  • Fahrrad bis 600 Euro
  • Moped bis 1600 Euro
  • Wohnanhänger oder Verkaufsanhänger bis 9000 Euro

Bauabfälle werden besonders stark sanktioniert. Für bis zu fünf Kubikmeter zahlt man 1200 bis 25000 Euro. Größere oder gefährliche Mengen können 100000 Euro erreichen. Auch Lacke, Batterien oder Chemikalien liegen in dieser Höchststufe. Ergänzende städtische Maßnahmen werden in anderen Bereichen sichtbar, beispielsweise im Überblick über Informationen rund um Berlin.

Übersicht der wichtigsten Bußgelder

Art des AbfallsBußgeld (Euro)
Zigarettenkippen 250 – 3000
Plastiktüten, Einwegbecher 250 – 500
Glas, Scherben, Metallreste 250 – 800
Kleine Papierabfälle 50 – 100
Hundekot 100 – 350
Sperrmüllstücke 300 – 1500
Große Gegenstände 1500 – 4000
Große Mengen Sperrmüll bis 11000
Elektrogeräte 1000 – 15000
Altreifen ab 700 pro Stück
Große Reifenzahl bis 20000
Bauabfälle 1200 – 100000

Die neuen Regeln sollen illegale Müllentsorgung verringern und den Aufwand der Stadtreinigung senken.

Quelle: BERLIN, SN2WORLD