Inhaltsverzeichnis:
- Zigarettenkippen und Verpackungen
- Kleine Abfälle und Hundekot
- Sperrmüll und größere Gegenstände
- Fahrzeuge, Reifen und Bauabfälle
- Übersicht der wichtigsten Bußgelder
Zigarettenkippen und Verpackungen
Im Mittelpunkt stehen stark belastende Stoffe. Für weggeworfene Zigarettenkippen stieg das Bußgeld von 80 bis 120 Euro auf 250 bis 3000 Euro. Alternativ bleibt das Verwarngeld von 55 Euro möglich.
Kurze Übersicht wichtiger Änderungen
- Plastiktüten
- Einwegbecher
- Trinkpäckchen
- Kaugummi
Dafür zahlen Betroffene 55 Euro Verwarngeld oder 250 bis 500 Euro Bußgeld. Bei größeren Mengen steigt der Betrag auf bis zu 5000 Euro. Auch Glas, Scherben oder Metallreste werden nun härter geahndet. Die Strafen reichen von 250 bis 800 Euro und lagen vorher bei mindestens 75 Euro.
Kleine Abfälle und Hundekot
Zigarettenschachteln, Papier, Taschentücher oder Obstschalen gelten als leichte Verschmutzungen. Die Verwarnungen liegen bei 30 bis 40 Euro, das Bußgeld bei 50 bis 100 Euro. Für Hundekot werden 55 Euro Verwarngeld oder 100 bis 350 Euro Bußgeld erhoben. Fehlen Hilfsmittel wie Tüten, fallen 35 Euro Verwarngeld oder 60 bis 250 Euro Bußgeld an.
Eine Besonderheit betrifft die im Straßenraum abgestellten «Zu verschenken»-Kisten. Sie gelten weiterhin als Ordnungswidrigkeit. Die Behörden entscheiden im Einzelfall nach Ermessen.
Sperrmüll und größere Gegenstände
Für Matratzen oder Gegenstände wie Koffer, Kinderwagen, Stühle oder Kisten verdoppelte sich die Strafe auf 300 bis 1500 Euro. Mehrere Stücke oder große Objekte wie Badewannen oder Bettgestelle können 1500 bis 4000 Euro kosten. Bei großen Mengen steigt die Summe auf bis zu 11000 Euro.
Bei Elektrogeräten und schadstoffhaltigem Sperrmüll liegen die Bußgelder zwischen 1000 und 15000 Euro. Dazu zählen Handys, Fernseher, Radios, Boiler, Waschmaschinen oder Klimaanlagen. Der Vergleich zu offiziellen Entsorgungsstellen zeigt, wie groß die Differenz ist. Ein ähnlicher Überblick ist aus anderen Bereichen bekannt, etwa aus Meldungen über Infrastrukturmaßnahmen in Berlin.
Fahrzeuge, Reifen und Bauabfälle
Bei Altreifen beginnt die Strafe bei 700 Euro pro Reifen, wenn es bis zu fünf Stück sind. Bei größeren Mengen können bis zu 20000 Euro fällig werden. Offiziell abgegeben kosten sie dagegen nur 3 bis 8 Euro.
Illegal entsorgte Fahrzeuge sind ebenfalls teurer:
- Fahrrad bis 600 Euro
- Moped bis 1600 Euro
- Wohnanhänger oder Verkaufsanhänger bis 9000 Euro
Bauabfälle werden besonders stark sanktioniert. Für bis zu fünf Kubikmeter zahlt man 1200 bis 25000 Euro. Größere oder gefährliche Mengen können 100000 Euro erreichen. Auch Lacke, Batterien oder Chemikalien liegen in dieser Höchststufe. Ergänzende städtische Maßnahmen werden in anderen Bereichen sichtbar, beispielsweise im Überblick über Informationen rund um Berlin.
Übersicht der wichtigsten Bußgelder
| Art des Abfalls | Bußgeld (Euro) |
|---|---|
| Zigarettenkippen | 250 – 3000 |
| Plastiktüten, Einwegbecher | 250 – 500 |
| Glas, Scherben, Metallreste | 250 – 800 |
| Kleine Papierabfälle | 50 – 100 |
| Hundekot | 100 – 350 |
| Sperrmüllstücke | 300 – 1500 |
| Große Gegenstände | 1500 – 4000 |
| Große Mengen Sperrmüll | bis 11000 |
| Elektrogeräte | 1000 – 15000 |
| Altreifen | ab 700 pro Stück |
| Große Reifenzahl | bis 20000 |
| Bauabfälle | 1200 – 100000 |
Die neuen Regeln sollen illegale Müllentsorgung verringern und den Aufwand der Stadtreinigung senken.
Quelle: BERLIN, SN2WORLD