Freitag, 12 September 2025 10:53

Hoffnung für Tokio 2025

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Hoffnungsträger aus Berlin und Brandenburg Hoffnungsträger aus Berlin und Brandenburg Pixabay/Foto illustrativ

70 deutsche Athleten kehrten 2023 von der Leichtathletik-WM in Budapest ohne Medaille zurück. Ein historischer Tiefpunkt. Nun richtet sich der Blick auf die Weltmeisterschaften 2025 in Tokio, wo Sportlerinnen und Sportler aus Berlin und Brandenburg eine Schlüsselrolle spielen könnten.

Inhaltsverzeichnis:

Gina Lückenkemper in Berlin

Die Sprinterin Gina Lückenkemper vom SCC Berlin holte 2024 in Berlin mit 11,05 Sekunden ihren sechsten deutschen Meistertitel über 100 Meter. Ihre persönliche Bestleistung von 10,93 Sekunden stellte sie beim Istaf 2024 auf. International liegt ihre Zeit jedoch nur auf Rang 56 der Jahresbestenliste.

  • 6 deutsche Meistertitel über 100 Meter
  • Bronze mit der 4x100-Meter-Staffel bei Olympia 2024
  • Halbfinal-Aus bei WM 2023 und Olympia 2024

Größere Chancen bestehen in der Staffel. Dort gewann sie 2024 in Paris mit dem deutschen Team überraschend Bronze.

Skadi Schier in Lübben

Die in Lübben geborene Skadi Schier verteidigte 2024 ihren deutschen Meistertitel über 400 Meter. Mit 51,82 Sekunden stellte sie in Heusden-Zolder ihre persönliche Bestzeit ein. Im internationalen Vergleich fehlen ihr jedoch über drei Sekunden auf die Weltjahresbeste Salwa Eid Naser aus Bahrain.

  • 2 deutsche Meistertitel über 400 Meter
  • Persönliche Bestzeit: 51,82 Sekunden
  • Abstand von 3,15 Sekunden zur Weltjahresbesten

Damit bleiben Finalchancen bei der WM gering.

Emil Agyekum aus Berlin

Der 26-jährige Emil Agyekum holte bei Junioren-Europameisterschaften 2019 Bronze und 2021 Silber über 400 Meter Hürden. In der Erwachsenenklasse gewann er 2024 Bronze mit der 4x400-Meter-Staffel bei der EM in Rom.

  • Medaillen im Nachwuchsbereich: 2019 Bronze, 2021 Silber
  • EM 2024: Bronze in der Staffel
  • Ziel: Finalteilnahme in Tokio 2025

Eine Medaille scheint für ihn im Einzel unrealistisch, in der Mixed-Staffel jedoch nicht ausgeschlossen.

Leo Köpp und Christopher Linke im Gehen

Leo Köpp, startend für LG Nord Berlin, wurde 2024 EM-Achter über 20 Kilometer. Bei Olympia 2021 belegte er Platz 22. Mehr scheint international kaum möglich.

Christopher Linke vom SC Potsdam gehört mit 21 deutschen Meistertiteln zu den erfolgreichsten Gehern Deutschlands. Der 36-Jährige peilt eine Top-8-Platzierung über 20 oder 35 Kilometer an. 2022 gewann er bei der EM Silber.

Caroline Joyeux im Dreisprung

Caroline Joyeux von LG Nord Berlin steigerte 2024 ihre persönliche Bestleistung um 68 Zentimeter auf 14,45 Meter. Damit liegt sie auf Rang sieben der Weltjahresbestenliste.

  • Persönliche Bestleistung: 14,45 Meter
  • Platz sieben weltweit
  • Ziel: Olympische Spiele 2028

In Tokio wäre ein Finaleinzug realistisch.

Kristin Pudenz im Diskuswurf

Die Olympia-Zweite von 2021, Kristin Pudenz vom OSC Potsdam, erreichte 2024 in Magdeburg 67,61 Meter. Damit liegt sie auf Platz neun der Weltjahresbestenliste. Eine Finalteilnahme in Tokio gilt als wahrscheinlich.

Julian Weber im Speerwurf

Julian Weber vom USC Mainz lebt in Berlin und trainiert in Potsdam. Mit 91,51 Metern führt er die Weltjahresbestenliste an. Der 31-Jährige gewann zudem das Diamond-League-Finale in Zürich. Für ihn ist das Ziel in Tokio klar: Gold.

Ausblick auf Tokio

Die Athleten aus Berlin und Brandenburg bieten für die WM 2025 mehrere Hoffnungen. Während für manche wie Gina Lückenkemper oder Kristin Pudenz Podestplätze möglich sind, kämpfen andere wie Skadi Schier oder Leo Köpp vor allem um Finalteilnahmen. Mit Julian Weber stellt Deutschland zudem den weltbesten Speerwerfer. Die WM in Tokio könnte also einen Wendepunkt nach dem medaillenlosen Jahr 2023 markieren.

Quelle: rbb24, webrivaig.com/de