Freitag, 27 Februar 2026 15:32

Currywurst im Fernsehturm

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Currywurst von Dönninghaus im Restaurant Sphere hoch über Berlin. Currywurst von Dönninghaus im Restaurant Sphere hoch über Berlin. Foto: Pixabay / Lizenz: Pixabay

Der Berliner Fernsehturm steht für Hauptstadtgeschichte. Dort, auf 207 Metern Höhe, wird seit knapp einem Jahr eine Currywurst serviert, die eine neue Debatte entfacht. Verantwortlich ist der Berliner Zweisternekoch Tim Raue. Er leitet das Restaurant Sphere im Berliner Fernsehturm und setzt dort auf einen Klassiker der Imbisskultur. Alles wirkt typisch Berlin. Doch ein Detail sorgt für Diskussionen. Die verwendete Wurst stammt nicht aus der Hauptstadt.

Inhaltsverzeichnis

Tim Raue und das Restaurant Sphere

Seit fast einem Jahr verantwortet Tim Raue die kulinarische Ausrichtung des Restaurants Sphere. Dort bietet er unter anderem Currywurst an. Dieses Gericht gilt als Ur-Berliner Imbiss, auch wenn andere Städte Ansprüche erheben. Erst im Herbst erhielt Duisburg eine Gedenktafel, die die Stadt als Geburtsort der Currywurst bezeichnet.

Die PR-Agentur Candystorm kommuniziert offensiv die Herkunft der Wurst. Sie stammt von der Traditionsfleischerei Dönninghaus aus Bochum im Ruhrgebiet. Damit kommt das zentrale Produkt nicht aus Berlin. Weitere Entwicklungen aus der Hauptstadt finden Leser hier.

1937 gründete Otto Dönninghaus den Betrieb. Heute führt ihn sein Enkel in dritter Generation. Wöchentlich produziert das Unternehmen zwischen 40.000 und 50.000 Würste. Die Herstellung erfolgt nach jahrzehntealter Rezeptur. Kompromisse bei der Qualität werden laut Unternehmensangaben nicht gemacht.

Dönninghaus und Dirk Schulz

Im Ruhrgebiet gilt die Currywurst von Dönninghaus als Identitätsmerkmal. Nun wird diese „Bochumer Identität“ im Berliner Wahrzeichen serviert. Neben dem Restaurant Sphere auch in der Bar darunter.

Kennengelernt habe Raue die Wurst bei Dreharbeiten zur TV-Serie Tim Raue isst!. Damals besuchte er die Fleischerei. Dirk Schulz, Geschäftsführer und Enkel des Gründers, schilderte die Begegnung als außergewöhnlich. Kurz darauf stand fest, dass genau diese Wurst im Fernsehturm angeboten werden soll.

Schulz betont die traditionelle Ausrichtung des Betriebs. Es handle sich um eine klassische Ruhrgebiets-Fleischerei. Kein Konzern. Kein Trendprodukt. Die Rezeptur sei seit Jahrzehnten unverändert. Parallel dazu prägen zahlreiche weitere Themen die Stadt, etwa Berlin im Bereich Verkehrssicherheit.

Currybaude und Torsten Rahlf

Serviert wird die Bochumer Wurst mit zwei Soßen. Diese Idee soll laut Mitteilung von der Currybaude in Gesundbrunnen stammen. Dort esse Raue nach eigenen Angaben besonders gern Currywurst.

Eine Soße entsteht direkt in der Küche des Fernsehturms. Sie enthält Schärfe, Zwiebeln und Curryschaum. Die zweite basiert auf einem Rezept von Raue. Sie wird vom Landwirt Torsten Rahlf aus Brandenburg geliefert. Damit treffen Ruhrgebiet, Berlin und Brandenburg auf einem Teller zusammen. Aktuelle Entwicklungen aus Brandenburg finden Interessierte mehr hier.

Für Dönninghaus ist die Präsenz im Fernsehturm ein bedeutender Schritt. Die traditionsreiche Wurst aus Bochum wird nun hoch über dem Alexanderplatz serviert. Das sorgt für Aufmerksamkeit. Und lässt die Diskussion um Herkunft und Authentizität der Currywurst erneut aufleben.

Überprüfen Sie den Standort des Sphere Tim Raue in Berlin auf Google Maps:

Karte: Google Maps / Standort des Sphere Tim Raue

FAQ

Wer liefert die Currywurst im Berliner Fernsehturm?

Die Wurst stammt von der Traditionsfleischerei Dönninghaus aus Bochum im Ruhrgebiet.

Seit wann ist Tim Raue für das Restaurant Sphere verantwortlich?

Tim Raue verantwortet seit knapp einem Jahr die kulinarische Ausrichtung des Restaurants im Berliner Fernsehturm.

Wie viele Würste produziert Dönninghaus pro Woche?

Das Unternehmen stellt wöchentlich zwischen 40.000 und 50.000 Würste nach jahrzehntealter Rezeptur her.

Woher stammt die Idee mit zwei Soßen?

Die Idee soll laut Mitteilung von der Currybaude in Berlin-Gesundbrunnen stammen.

Quelle: Berliner Morgenpost, SN2 WORLD