Kunst wird populär nicht durch Verbreitung des „Kunstverständnisses“, der Aesthetik unter die Massen, sondern wenn eine hohe Spannung des Gefühls eintritt, dieses also schon auf leichte Reize reagiert (z. B. Zeiten hohen religiösen etc. Empfindens) und nicht durch praktische Zwecke absorbiert wird. Natürlich hat Das mit der Erzeugung des künstlerisch schaffenden Genies unmittelbar Nichts zu tun.“
Tagebucheintrag vom 28.01.1896, Berlin

Hintergrundinformation zum Zitat:

Gedanken nach einem Besuch im Salon von Anna von Helmholtz (1834 – 1899) wo HGK des Öfteren einkehrte. Hier traf Kessler nach eigener Einschätzung „Berühmtheiten, dass man glaubte in einem Wachsfigurenkabinett herumzuwandeln“. Dies waren meist Politiker.